Streuselkuchen

Der Streuselkuchen hat eine lange Tradition

Ein guter Streuselkuchen fehlt selten auf einer reich gedeckten Kaffeetafel, das ist sicher bei Ihnen auch so. Sicher haben auch Sie einen Streuselkuchen schon selbst gebacken, aber haben Sie sich schon einmal gefragt, woher er kommt und wie viele Variationen es vom Kuchen mit Streuseln eigentlich gibt?

Im Grunde genommen handelt es sich bei einem Streuselkuchen, um einen Blechkuchen, der aus einem Hefestück gefertigt wird. Besonders im ehemaligen Schlesien war diese Form eines Gebäcks sehr beliebt und von dort stammen auch die zahlreichen Varianten. Aber auch in den USA, im Gebiet um Pennsylvania Dutch, wird auch heute noch eine besonders schmackhafte Variante des Blechkuchens, mit dem Namen Shoofly Pie angeboten. Vielleicht sind auch Sie schon einmal in den Genuss gekommen, diesen besonderen Kuchen zu probieren, wenn nicht, sollten Sie ihn unbedingt einmal probieren.

streuselkuchenIn Deutschland werden Sie sicher schon die zahlreichen Sorten des beliebten Blechkuchens entdeckt haben, wie der mit Vanillecreme gefüllte Kuchen, oder auch die Kuchen, die mit Mohnfüllung oder Obstfüllung versehen sind, werden Ihnen bestimmt schmecken.

Die Geschichte und die Herkunft des Kuchens lassen viele Vermutungen offen, aber in der Regel wird die Erfindung des Blechkuchens mit Streuseln der Küche aus Schlesien zugeschrieben. Allerdings können Sie darüber leider keine schriftlichen Unterlagen finden. Doch in vielen alten Kochbüchern und auch in Aufzeichnungen können Sie immer wieder nachlesen, dass es zum Dessert oftmals einen solchen Blechkuchen gegeben hat. Er gehörte schon im 18. Jahrhundert zu den wohl bekanntesten hausgemachten Kuchen. Schlesien wird also als Ursprungsland des Kuchens angesehen, darüber sind sich die Experten wohl einig, wie die Verbreitung allerdings vonstattengegangen ist, ist eigentlich ziemlich unklar. Man schreibt die eigentliche Verbreitung des Streuselkuchens auch der damaligen Wanderbewegung zu, denn Sie müssen wissen, dass der Kuchen auch damals schon sehr haltbar war. Über Tage hinweg, in Tücher eingeschlagen, war er immer noch gut genießbar. Die Gesellen auf Wanderschaft haben somit sicher auch zur Verbreitung dieses Kuchens beigetragen. Der Kuchen wurde gerne als Wegzehrung genutzt oder als besondere Nahrung an Feiertagen.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Siegeszug des Kuchens in Deutschland, besonders im Gebiet des Rheinlandes, hier war er aber nicht als Stäuzelkuchen, so die frühere Schreibweise, bekannt, sondern als Beerdigungskuchen.

Wenn Sie einen Streuselkuchen einmal selbst ausprobieren möchten, sollten Sie wissen, dass es verschiedenen Zubereitungsmöglichkeiten gibt. Sie könnten den Kuchen aus einem Hefestück herstellen oder auch aus einem Mürbeteig. Dies liegt an Ihnen, wie Sie den Kuchen am liebsten mögen. Wenn Sie sich für die Hefestückvariante entscheiden, sollten Sie ein süßes Hefestück vorbereiten, welches Sie nach dem Aufgehen ganz dünn auf ein Blech ausrollen. Die Streusel bereiten Sie ganz einfach nach der Faustregel, aus einem Teil Butter, einem Teil Zucker und aus zwei Teilen Mehl zu. Diese zubereiteten Streusel bringen Sie sehr großzügig auf den vorbereiteten Hefeteig aus. Ein ganz alter Trick für diese uralte Variante des Streuselkuchens ist, dass Sie nach dem Abbacken des Kuchens, ihn reichlich mit Honigwasser beträufeln und den Kuchen mit zerlassener Butter begießen sollten. Diese Vorgehensweise verhindert das Herunterfallen der Butterstreusel und verbessert den Geschmack vom Streuselkuchen erheblich.