Tipps und Tricks für den perfekten Streuselkuchen

veröffentlicht am 16. Januar 2015 in Wissenswertes von
Vanilla

Ob auf fruchtigen Obstböden, herrlich duftenden Blechkuchen mit Pudding oder Quarkfüllung oder als Topping für Blätterteig oder Muffins – Streusel runden einen Kuchen nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich perfekt ab und bieten eine gute Gelegenheit, um aus einem herkömmlichen Kuchen etwas ganz besonderes zu machen. Mit der Herstellung von Streuselteig hat es jedoch oft seine liebe Not, denn bei Weitem nicht jedes Streuselrezept passt zu jedem Kuchen und nicht jedes Rezept gelingt so, wie man es sich selbst vielleicht vorstellt. All das muss jedoch noch lange kein Grund sein, um sich im Supermarkt nach einer Fertigmischung für Streuselteig umzusehen, denn selbst gemacht schmecken diese viel besser! Den Streuselteig selbst herzustellen hat jedoch noch einen weiteren Vorteil, denn je nach Jahreszeit und eigener Vorliebe kann dieser immer wieder mit verschiedensten Zugaben und Gewürzen variiert werden, sodass es zum Kaffeetrinken sicherlich nie langweilig zugehen wird.

Das Grundrezept für den perfekten Streuselteig

Gebäck mit Streuseln den letzten Schliff zu geben hat bereits eine lange Tradition und lässt sich auf viele Generationen der Geschichte zurückverfolgen, sodass das heutige Grundrezept aus langer Erfahrung und sicherlich auch vielen Misserfolgen entspringt. Die Faustformel besagt, dass ein Streuselteig zu einem Teil aus Zucker, zu zwei Teilen aus Butter und zu drei Teilen aus Mehl besteht. Zusätzlich sorgt eine Prise Salz für einen besseren Geschmack und bildet den Geschmack des Zuckers noch deutlicher heraus. Will man also einen Streuselteig, beispielsweise für einen Blechkuchen herstellen, sollte man in etwa 300 Gramm Mehl, 200 Gramm Butter, 100 Gramm Zucker und eine Prise Salz verwenden. Für Backanfänger ist dieses Rezept perfekt, denn einmal an die Zutaten gehalten, kann mit diesem kaum etwas schief gehen.

Zuckerstreusel

Zuckerstreusel haben – so wie es der Name schon verrät, einen etwas größeren Anteil an Zucker und eignen sich vor allem auf säuerlichen Obstkuchen, beispielsweise mit Rhabarber oder Sauerkirschen und bringen den nötigen Ausgleich zur Säure. Will man einen Blechkuchen mit Zuckerstreuseln zubereiten, sollten die Zutaten des Grundrezepts etwas angepasst werden, sodass der Streuselteig beispielsweise aus 250 Gramm Mehl, 200 Gramm Butter, 150 Gramm Zucker und einer Prise Salz hergestellt werden. Wer es etwas knuspriger mag, kann natürlich anstelle von weißem Kristallzucker auch braunen Rohrzucker verwenden. Die Kristalle von Rohrzucker sind meist etwas grober als bei einem haushaltsüblichen Kristallzucker und löst sich beim Backen weniger auf, sodass man nach dem Backen einen insgesamt knusprigeren Streuselbelag erhält.

Butterstreusel

Butterstreusel eignen sich immer dann, wenn man reine Streuselkuchen oder Blätterteig mit Streuselbelag backen möchte. Durch den höheren Butteranteil sind sie wesentlich feiner als Streusel nach dem Grundrezept und zergehen nicht nur beim Backen auf dem Kuchen, sondern auch im Mund. Gleichzeitig machen sie einen ansonsten eher trocken gehaltenen Kuchen saftiger und bringen durch die Butter ein einzigartiges Aroma mit sich. Auch für Butterstreusel muss das Grundrezept dementsprechend angepasst werden, sodass man jeweils zu gleichen Teilen, beispielsweise für den Belag eines Blechkuchens 200 Gramm Mehl, 200 Gramm Butter, 200 Gramm Zucker und eine Prise Salz verwenden sollte. Mag man es hingegen etwas weniger süß, kann man auch weniger Zucker verwenden.

Streusel verfeinern mit Gewürzen

Streusel passen nicht nur zu jeder Jahreszeit auf einen Kuchen, sondern je nach Geschmack und Bedarf können diese auch ganz individuell mit verschiedensten Gewürzen variiert werden. In der Winterzeit ist beispielsweise die Zugabe von etwas Zimt oder Anis eine tolle Möglichkeit, um den Kuchen auch geschmacklich an die Jahreszeit anzupassen. Die Gewürze lassen sich ganz einfach vor dem Verkneten der Zutaten unter das Mehl rühren und geben beim Backen ihr feines Aroma frei. Die Streusel lassen sich jedoch auch mit Backaroma, beispielsweise Rum- oder Bittermandelaroma verfeinern. Wer es hingegen schokoladig mag, der kann dem Teig auch vor dem verkneten ein bis zwei Esslöffel Kakao hinzufügen. Aber auch Vanille Zucker (hier mit echter Vanille erhältlich) bietet eine leckere Alternative zu herkömmlichen Streuseln und passt, gerade auf Pudding-Streusel-Kuchen oder anderen Fruchtböden etwas Abwechslung.

Alternativen zum Mehl – Streuselteig mit Nüssen

Wer knusprige Streuseln mag, für den ist die Zugabe von Nüssen, beispielsweise in Form von gemahlenen Haselnüssen oder Mandeln, die perfekte Alternative zu Zuckerstreuseln mir Rohrzucker. Gleichzeitig geben die Nüsse beim Backen ein ganz typisches Nussaroma frei, welches jeden Kuchen nochmals etwas aufpeppt. Dazu sollte man die gewählte Menge an Mehl im Grundrezept halbieren und stattdessen die gemahlenen Nüsse zugeben. Für einen Blechkuchen könnte man dann etwa 150 Gramm Mehl, 150 Gramm gemahlene Nüsse, 200 Gramm Butter, 100 Gramm Zucker und eine Prise Salz zu einem Streuselteig verarbeiten.

Die Zubereitung von Streuselteig

Da bei einem perfekten Streuselbelag nicht nur das Rezept als solches, sondern auch die Zubereitungsart ganz entscheidend über Erfolg oder Misserfolg ist, sollte man den Streuselteig wie folgt zubereiten:

  • Mehl, Zucker und eventuelle Zutaten wie Gewürze oder gemahlene Nüsse erst einmal gründlich miteinander vermischen.
  • Die Butter möglichst schon eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, sodass nicht die Raumtemperatur angenommen hat, aber auch nicht zu hart ist. Die Butter in feine Stücke schneiden und mit in die Schüssel geben.
  • Am besten gelingt es, wenn man den Streuselteig per Hand herstellt, indem man mit reibenden Fingerbewegungen durch den Teig geht. Alternativ geht es jedoch auch mit einem Rührgerät.

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